Hecken - Schöne Alternative zum Zaun
Das Pflanzen einer Hecke erscheint manchen als eine kostengünstige Alternative zum klassischen Zaun aus Holz, Eisen oder Beton. Die Hecke muss stets sorgfältig angelegt und behandelt werden, wenn sie ihren Zweck erfüllen und uns durch ihre Schönheit erfreuen sollen.
Da die Heckenpflanzen nun einmal nicht in reinem Sand gedeihen können und ebenso wie alle anderen Pflanzen in gut vorbereitetem Boden am besten wachsen, dürfen wir nicht davon zurückschrecken, den Heckenstreifen erst 50 bis 70 cm tief zu rigolen, den schlechten Boden auszuwechseln und guten Mutterboden dafür einzuarbeiten.
Den Raum für die Hecke müssen wir mit mindestens 60, besser mit 70 cm Breite berechnen. Wer seine Heckenpflanzung so vorbereitet und plant, der kann versichert sein, daß die Pflanzen nicht meterweit in die Kulturflächen hineinragen und sich dort ihre Nahrung suchen.
Doppelreihig gepflanzte Hecken werden nicht schöner. Sie benötigen nur wesentlich mehr Platz. Nie können wir durch doppelreihiges Pflanzen das ersetzen, was wir bei der Bodenvorbereitung sparen. Deshalb werden Hecken stets einreihig gepflanzt. Die Pflanzen stehen am besten in einer Entfernung von 25 bis 30 cm und werden unmittelbar nach dem Setzen, das mit einer gründlichen Wässerung verbunden sein muß, kräftig zurück geschnitten. Lassen wir uns nicht von allzu hohen Hecken, die 1 m und darüber messen, täuschen. Sonst werden wir erleben, dass bei ihnen ohne einen kräftigen Rückschnitt in den nächsten Jahren die unteren Blätter abfallen und die Hecke unten kahl wird. Auch durch späteres starkes Zurückschneiden wird die Hecke sich nicht bis unten hin völlig begrünen und ihren Zweck erfüllen können.
Beim Pflanzen sollte mindestens auf die Hälfte eingekürzt werden. Beim richtigen Hecke schneiden, streben wir trapezförmige Hecken an, d.h., am Boden soll die Hecke stets breiter sein als oben. Dann werden auch die unteren Blätter von der Sonne beschienen. Lotrecht geschnittene Hecken werden später sehr leicht Kahl, weil die Bestrahlung der Sonne ungünstig ist. Wir müssen beim Heckenschnitt darauf achten, daß bei einer Heckenhöhe von 1 m die untere Breite gegenüber der oberen 10 cm mehr beträgt. Zweckmäßig ist es, besonders für die junge Hecke, einen oder mehrere Spandrähte zu ziehen, um sie vor Beschädigung zu schützen. Ein solcher Spandraht braucht nur eine Stärke von 2,5 bis 3 mm zu haben. Zur Befestigung des Drahtes werden 8 cm starke Pfähle verwendet, die tief in den Boden eingeschlagen werden. Vor ihrer Verwendung sind die Pfähle gegen Fäulnis zu imprägnieren. Sind Wildkaninchen auf dem Gelände, dann wird ein Maschendrahtgeflecht so angebracht, daß es 30 cm über den Boden und mindestens 20 bis 30 cm tief in den Boden kommt.
Stellen wir uns nun die Frage welche Gehölze eignen sich für Hecken besonders gut?
Beliebt ist der Liguster in seiner gewöhnlichen und immergrünen Wachstumsform. Der Liguster hat aber den Nachteil, daß er nicht ganz frosthart ist, aber an den erfrorenen Stellen treibt er meist unterhalb wieder aus. Auch tritt vielfach die Fliedermotte stark bei ihm auf. Es ist daher angebracht, auf andere brauchbare Heckenpflanzen zurückzugreifen. Zum Beispiel sind Hecken aus Hainbuche oder Rotbuche sehr schön. Beide behalten bis zum Frühjahr ihr rotbraunes Laub.
Beliebt als Hecke ist auch der Feldahorn, der ein gutes Vogelschutzgehölz abgibt.
Wildrosen eignen sich ebenfalls für Hecken, sie wachsen allerdings verhältnismäßig langsam.
Schöne Hecken erzielt man auch mit Weißdorn, an dem sich aber mancher Obstbaumschädling, wie Goldafter, Ringelspinner, Baumweißling und Gespinsmotte, ansiedelt. Wir müssen also bei der Schädlingsbekämpfung unser Augenmerk auf diese Hecken richten. Von der Vogelwelt werden sie gern als Niststätte benutzt.
In neuerer Zeit verwendet man auch Nadelholzhecken aus Scheinzypressen, Lebensbaum (Thuja), Wacholder, Eibe oder Fichte. Ihr Vorteil ist dass sie immergrün sind und gibt über viele Jahre einen guten Sicht-, Lärm- und Windschutz ab. Bei der Auswahl der Gehölze ist zu beachten, dass es sehr viele Arten gibt, die eine solitäre Anpflanzung bedingen.
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